In Landwasser ist es wie verhext


Neben den "Mooswaldwiibli" gibt’s mit den "Weiherhexen mit Teufel" nun eine neue Zunft im Quartier.

  1. In größerem Rahmen treten in Landwasser die „Weiherhexen mit Teufel“ an der Fasnacht auf. Foto: Sigmund

LANDWASSER. Seit Mitte der 1960er Jahre gibt es den Stadtteil Landwasser im Freiburger Westen. 1975 wurde dort die Narrenzunft der "Mooswaldwiibli" gegründet und 1979 in die Breisgauer Narrenzunft (BNZ) aufgenommen. Es war seinerzeit die erste Zunft in Freiburg, die mit Claire Genius eine Frau als Vögtin hatte. Nun haben sich 2014 in Landwasser einige junge Leute zusammen gefunden, die eine neue Zunft gegründet haben. Sie trägt den Namen "Freiburger Weiherhexen mit Teufel", und ihre Hästräger wollen aktiv in der alemannischen Fasnet mitmischen.

Von Anfang an haben die "Weiherhexen" den Kontakt zu den "Mooswaldwiibli" gesucht, und sie werden mit ihnen zusammen dieses Jahr auch am Schmutzigen Dunschdig (Donnerstag, 12. Februar, 17 Uhr) den Narrenbaum am Einkaufszentrum Landwasser aufstellen.

Die Mitglieder der neuen Zunft haben teilweise schon in anderen Zünften Erfahrungen gesammelt und waren dort auch schon in Vorstandsämtern. Nun wollen sie als Hexen und Teufel am Rande des Mooswaldes unterhalb des Lehener Bergles ihr närrisches Unwesen treiben. Als Namensgeber haben sie sich den kleinen Baggersee, der als Moosweiher bekannt ist, ausgewählt. Dieser ist vor allem in den warmen Sommermonaten als nahegelegener Badesee sehr beliebt. Die neue Hexenzunft will jetzt dagegen die nebligen und kalten Wintermonate als Aktionsraum nutzen. Sie hat sich deshalb auch schon eine legendäre Historie zurechtgelegt. So soll ein einsamer unbeweibter Mooswaldteufel im Moosweiher einer hübschen Maid mit langen Haaren beim Baden zugeschaut haben. Wie sich herausstellte, war es eine Hexe, in die sich der Satansbraten recht feurig verliebte und die er sich mit höllischem Zauber zu eigen machte.
So entstand die "Weiherhexe", die ein dunkelbraunes Stoffhäs (Kostüm) mit neongrünen Aufsätzen, neongrüner Schürze und neongrünem Dreieckstuch trägt. An jeder Spitze des Unterrockes befindet sich eine Schelle. Dazu gehört ein Hexenbesen, eine Kette um die Hüfte und eine Holzmaske. Zur Kopfbedeckung gehören ein Hexenhut, ein Pferdeschweif und ein braunes Untertuch.
Der "Hexenteufel" trägt ein schwarzes Flecklehäs ebenfalls mit neongrünen Akzenten. An jedem Bein der Häshose befinden sich zehn Glöckchen. Dazu gehört ein Teufelsbesen, eine Kette um die Hüfte und eine Teufelsmaske. Als Kopfbedeckung dient ein schwarz/gräuliches Lammfell. Während die Zahl der Hexen ins Unendliche steigen kann, soll die Zahl der Teufel begrenzt bleiben. Derzeit sind es drei. Die junge Zunft würde sich über neue Mitglieder freuen.
Kontakt: Martin Wohlleber, Auwaldstraße 61, 79110 Freiburg, E-Mail-Adresse: weiherhexe-mit-teufel@hotmail.com.